Schwimmen

 
Schwimmen ist eine Ausdauersportart, die vom Kleinkindalter bis ins hohe Alter ausgeführt werden kann. Dabei ist Kraulen und Rückenschwimmen dem Brustschwimmen vorzuziehen.

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Weltmeisterschaften in Montreal – Eindrücke

01.08.2014

So, nun geht es wirklich los, WM wir kommen. Aber erstmal hinkommen. Der Tag ist lang und beginnt dafür zu früh. Hannover, Amsterdam dann Montreal, man glaubt es kaum, Abflug um 11 und um 17 Uhr ist man in Montreal, allerdings muss man dafür seine Uhr 6 Stunden zurückdrehen 😉

Amsterdam ist schnell und problemlos erreicht, erst einmal einen Imbiss, wir haben ja drei Stunden bis es durch den Bodyscanner geht und wir den Flieger Richtung Kanada betreten dürfen. Die Florence Nightingale bringt uns sicher und schnell über den Teich und trotz großer Befürchtungen wegen Schiphols Ruf mit verlorenen Koffern können wir unsere vom Kofferband nehmen. Die erste Hürde ist genommen, wir sind in Kanada.

(Und es ist auch Montreal obwohl hier überall was anderes auf den Schildern steht, naja, erstmal zum Ausgang 😉 )

Lost in Sortie?

Das Orgateam hat hier alles im Griff, Empfang am Flughafen, Ticket für Free-Groundtransportation, Shuttle zum Akkredetierungscenter, Unterlagen und Metrokarte und fertig. So, jetzt noch ins Apartment.

Micha ist ja schon vor Ort und erkundet schon mal die Stadt. Nach kurzer Wartezeit ist das Mastersteam vereint. Nun kann’s los gehen. Aber erst nach einer erholsamen Nacht…

Grüße aus Kanada wünschen Melanie, Michael und Jens

Abflug

02.08.2014

Heute heißt es erst einmal einkaufen, denn nun sind 3 Leute in der Wohnung. Nach einer pferdestarken Lasagne zur Stärkung und der Mittagsruhe geht es zu einem der angebotenen Trainingsmöglichkeiten in den umliegenden Schwimmbädern. Endlich ins Wasser zu können ist super, allerdings ist die Vorfreude beim Anblick der vier 25 Meter Bahnen relativ schnell verflogen, aber wichtig ist ins Wasser zu kommen. Schnell ist der Pool gefüllt und das Becken gleicht eher einem schäumenden Piranhabecken. Macht aber nichts, wir waren mit unserem angestrebtem leichten Training bereits durch als es richtig voll wird. Und außerdem ist ja auch bald Opening Ceremony.

Die Opening Ceremony findet am Olympiastadion Montreal’s statt. Der Einladung sind viele der 7.347 Schwimmer (und weiteren Teilnehmern anderer Sparten) gefolgt. Das Programm sieht nach einer Einlage einer Folklore-Band, die alles geben, eine Wasserspielshow mit Licht- und Lasereffekten vor, welche sehr eindrucksvoll vor der Kulisse des Stadions auf die kommenden Wettkämpfe einstimmt. Nach Präsentation der Nationalflaggen auf der Wasserwand und den Hymnen Kanadas und der FINA brechen die meisten Teilnehmer auf, so auch wir.

Opening Ceremony im Parc Olympique

In Montreal findet zur gleichen Zeit ein Musik- und Kunstfestival mit Feuerwerk statt, welches während unserer Rückreise beginnt, ebenfalls sehr schön und lang.

Zurück daheim checken wir erst einmal das Meldeergebnis. Naja, durchwachsen, gut, dass wir nicht weit entfernt von den Pools wohnen. Hier einmal die Übersicht unserer Starts:

Mo 04.08., 13:56 (19:56h), 100m Freistil, Micha

M0 04.08., 17:08 (23:08h), 100m Brust, Jens

Di 05.08., 19:12 (01:12h +1 Tag), 50m Schmett, Micha

Mi 06.08., 10:40 (16:40h), 50m Freistil, Micha

Mi 06.08., 14:08 (20:08h), 200m Lagen, Melanie

Mi 06.08., 18:36 (00:36h + 1 Tag), 50m Brust, Jens

Fr 08.08., 13:16 (19:16h), 100m Rücken, Micha

Sa 09.08., 09:04 (15:04h), 50m Rücken, Micha

Also live Daumen drücken und an uns denken! Ergebnisse sind schnell online.

03.08.2014

Heute ist Entspannung vor dem ersten Wettkampftag angesagt. Der eine macht ein wenig Masterarbeitfleißarbeit, die anderen fahren in die Innenstadt und shoppen etwas. Wobei das Ziel eigentlich die Wettkampfstätte war, aber bei Anblick der Massen, die zum letzten Tag des Festivals strömen und die Metro verstopfen. Unglücklicherweise ist das Fest direkt neben dem Wettkampfpool, gut dass wir heute die Wahl haben und einfach ein Stück weiter fahren und die „Underground City“ besuchen. Montreal ist quasi komplett mit einen Mallnetzwerk unterkellert, sehr interessant. Ein ruhiger Ausklang sollte für den nächsten Tag sollte die richtige Vorbereitung sein.

04.08.2014

Heute wird es das erste Mal ernst. Micha ist schon so aufgeregt, dass er sein Frühstück nur mit Zuspruch aufessen kann. Die Sachen sind gepackt (heute Morgen hat es wie aus Eimern geregnet und wie das Wetter werden soll, ist noch nicht klar erkennbar) und alle sind gespannt wie es bei einer WM so abläuft.

DIe Metro in Richtung Wettkampfstätte auf der Ile Sainte-Hélène ist gut gefüllt mit Athleten, aber deutlich leerer als gestern, die armen Schwimmer, die gestern die 800m Freistil schwimmen mussten…

Der Main-Pool mit dem Recreational Pool zum Einschwimmen ist gut besucht, weil der Rec-Pool frei für alle ist, die schwimmen möchten, entsprechend gestaltet sich das Einschwimmen. Wir schauen uns den Ablauf hier an und stellen fest, dass die bisher gute Organisation hier doch die ein oder andere Schwäche hat. Heute finden die Damenwettkämpfe am zweiten Pool auf der Ile Notre Dame an der Grand Prix Strecke statt, dennoch wuseln eine Menge Damen um den Vorstart herum und die Ergebnislisten werden ebenfalls im Bereich des Vorstarts hinter der Absperrung aufgehängt, sodass von einem getrennten Bereich keine Rede sein kann.

Der Main Pool im Parc Jean-Drapeau auf der Insel St. Hélène

Blick aufs Wettkampfbecken mit der Biosphere im Hintergrund

Wir finden einen schattigen Platz (Wetter: kein Regen, nur Sonne, keine Wolken) und bereiten uns hier auf den ersten Start vor, das heißt Micha tut das, denn er darf beginnen. Nachdem wir Michael ins Zelt geschickt haben, suchen Melanie und ich uns einen guten Platz auf der Tribüne zum Beobachten und Anfeuern (und Bilder machen).

Das Rennen wird von Michael souverän über 75m angeführt bis er die Führung leider abgeben muss und er als Zweiter anschlägt.

Michael auf Bahn 1 führt das Feld an

Der nächste Start ist meiner, das dauert noch ein wenig, also ab ins Einschwimmbecken, welches mindestens 36 °C haben muss. Zurück auf der Tribüne auf einem schattigen Platz heißt es wieder Warten und dann geht es auch mich auf zum Vorstart. Und wieder ein Gewusel in diesem Zelt. Egal.

Auch ich führe meinen Lauf zunächst lange an und bei 75m werde ich überholt, da hat nach Hinten raus doch noch was gefehlt, das werden auch die Zwischenzeiten zeigen.

Jens auf Bahn 4 in Führung

Hier die Ergebnisse von heute:

100m Freistil, Micha –> 1:04,10 (28,72/35,38) 89. Platz

100m Brust, Jens –> 1:21,33 (35,57/45,76) 58. Platz

Vor der Heimatfahrt erkunden wir noch den Secondary Pool auf der anderen Insel, damit wir wissen, wo wir hin müssen. Mensch, da sind wir doch einfach mal über die Grand Prix Strecke gelaufen und auf der kann man mit dem Fahrrad fahren, mhh…

So, jetzt wieder zurück, ausruhen und Sonnenbrand pflegen (also ich habe keinen). Morgen ist ja wieder einer dran, mal sehen wie gut.

05.08.2014

Es ist ein entspannter Morgen und Mittag, denn Micha hat heute den spätesten Start von uns in der ganzen Woche. Nach dem Essen und einem Nickerchen geht’s an den Main Pool, erst einmal etwas Einschwimmen, denn heute ist Wettkampf im Aushilfsbecken. Während Michael mit seiner Glitzerhose die anderen Schwimmer blendet, schauen wir den Springern zu.

Wir wechseln die Insel und werden nass. Nein, wir müssen nicht den St. Lorenz Strom durchschwimmen sondern es schüttet. Aber das ist nicht wirklich so schlimm, richtig schlecht sind die Bedingungen hier am Pool. Wenig Platz, jetzt ist alles durchnässt, im Vorstartzelt steht die Luft und für Zuschauer ist eine geradezu lächerlich winzige Tribüne aufgebaut, auf der nicht einmal die Betreuer Platz finden würden.

Wir geben Michael am Zelt ab und kämpfen uns auf die Tribüne. So langsam wird den Veranstaltern auch klar, dass das kein Zustand ist und er unterbricht den laufenden Wettkampf mit den frierenden Athleten am Becken (und schickt weitere aus dem Vorstart hoch) solange bis die Leute „bitte kontinuierlich durchwechseln, damit jeder etwas sehen kann“ und kommentieren es weiter mit „es ist doch eine gefährliche Situation, denn es sind zu viele Leute“. Nunja, keine Eingangskontrolle, keine Zugangskontrolle zur Tribüne und eine zu Tribüne, gut geplant. Jetzt frage ich mich wirklich, warum sich Montreal für die WM 2015 beworben hat.

Endlich wird Michael auf das Pooldeck gelassen. Damit der Tag auch perfekt wird wird sein Start nach dem ersten Pfiff unterbrochen, ein Schwimmer trägt ein Schmuck oder ein Armband, was ihm auf dem Block noch abgenommen wird. Der Start wird mit dem langen Pfiff fortgeführt.

Mit der zweitschnellsten Zeit ins Rennen gegangen, läuft es nicht ganz wie gewünscht. Micha wird in seinen Lauf 5., was aber auch die engen Meldezeiten widerspiegelt.

Enges Rennen für Michael auf Bahn 5 (obere gelbe Bahn)

50m Schmett, Micha –> 0:30,95  84. Platz

Bloß weg von diesem Ersatzpool und nach Hause. Naja, Melanie freut sich jetzt schon auf ihren Start morgen hier und Michael muss hier auch noch einmal schwimmen, egal.

Morgen sind unsere Starts über den ganzen Tag verteilt, das wird was.

06.08.2014

Heute geht es früh los für Michael, Melanie ist am frühen Nachmittag dran und ich starte abends. Micha fährt allein zu seinem zu seinen Start. Auch Melanie fährt später allein los, aber wir beiden fahren zu ihrem Start hinterher, nachdem Michael erfolgreich geschwommen ist und wieder ausgeruht genug aussieht 🙂 . Wir schauen noch einmal kurz am Main Pool vorbei um zu sehen wie weit die Herren sind und wieviel Zeit bis zu meinem Start bleibt (eine Menge). Bei der Gelegenheit zeigt mir Michael die Verbesserungen in der Organisation im Callingroom und im Ablauf: bessere und klarere Absperrungen. Naja, wenigstens lernen die hier. Ob das auch am Aushilfspool so ist? Wir werden es gleich sehen, denn Melanie startet gleich, wir müssen uns beeilen.

Am anderen Pool angekommen müssen wir auch gleich auf die Tribüne, Melanie startet gleich und die Tribüne ist leer, sehr schön. Da steht Melanie ja und schon geht es los. Sieht gut aus, aber die ersten sind deutlich schneller. Ein Blick auf die Anzeigetafel sagt… nichts, man kann nichts erkennen. Aber Melanie ist zufrieden. Jetzt erst einmal wieder zurück, ein Start kommt noch und hier zu warten ist zu lang.

Melanie unten auf Bahn 2 auf dem Weg ins Ziel

So, noch einmal an den Pool. Melanie und ich fahren vor, Michael macht noch ein Nickerchen und kommt dann nach.

Am Pool herrscht gerade eine Insektenplage, sehr lästig, aber ins Wasser können die Tierchen einem ja nicht folgen, also ein wenig Einschwimmen. Danach beginnen auch die 50m Brust, allerdings ist der entscheidende Lauf heute Nummer 80, also noch ein wenig warten und ab auf die Tribüne. Michael folgt uns auf die Ränge und wir schauen uns den laufenden Wettkampf an. Doch irgendwann ist es soweit und ich gehe ins Zelt um mich auf den letzten Start vorzubereiten. Gleich geht’s los.

Zieleinlauf für Jens auf Bahn 3 über den gelben Leinen

So, damit sind wir für heute fertig, morgen ist Staffeltag, also für uns frei. Beim Umziehen fragen uns anderen Deutsche, ob wir morgen auch dabei sind. Wobei??? Treffen der deutschen Teilnehmer und Foto. Achso, ja klar. Beim Blick auf die Homepage des DSV finden wir tatsächlich einen entsprechenden Eintrag, nunja, warum nicht, soll ja zusätzlich auch ein Getränk vom Verband geben und anschließend ein wenig geredet werden. Mal sehen.

Hier die heutigen Ergebnisse:

50m Freistil, Micha –> 0:27,54  61. Platz

200m Lagen, Melanie –> 3:03, 55 (38,02/47,32/55,37/42,84) 57. Platz

50m Brust, Jens –> 0:35,07  54. Platz

07.08.2014

Heute steht ein wenig Sightseeing angesagt. Wir haben uns die Altstadt und den Hafen ausgesucht. Nach kurzer Suche ist der Hafen und einige alt aussehende Gebäude gefunden. Hübsch anzusehen und ein schöner Kontrast mit den modernen Gebäuden der Skyline im Hintergrund. Nach dieser Tour brauchen wir einen Imbiss. Warum nicht in der Underground City? Also ab in die unterirdische Mall unterhalb Montreals und auf den Foodcourt.

Gut gestärkt legen wir noch einen Stopp in der Wohnung ein, Akkus der Kameras laden und dann zum DSV-Treffen. Beim Verlassen des Hauses haben wir Glück und warten den Regenschauer ab. Am Pool angekommen suchen wir am beschriebenen Treffpunkt nach weiteren Deutschen. Da aber noch keiner da ist, machen wir erst mal Fotos am Kazan-Pavillon. Bald finden immer mehr deutsche Teilnehmer ein. Von anderen Teilnehmern erfahren wir, dass aufgrund des Wetters unterbrochen wurde und der Wettkampf nun etwa 1,5 Stunden hängt.

Folglich wird von der anwesenden DSV-Führung (schreibt übrigens auch interessante Erlebnisberichte) befohlen, dass wir unsere Getränke zu uns nehmen und dass das Foto in 20 Minuten im Kinderplatschbecken gemacht wird. Umgehend werden importierte Getränkemarken (Endlosetikett Aufschrift „Getränke“) verteilt, aber nur gegen einen Wellenschnitt (Bastelschere Marke TCM) an einer Ecke der wasserdichten Hülle unserer Akkreditierungsausweise (nun nicht mehr wasserdicht), damit auch niemand den DSV bescheißt um 2 Dosen Softdrinks. Nach dem verordneten Getränk ist es höchste Zeit endlich das Gruppen aufzunehmen, wir sind schon spät dran, also zackzack ins Plantschbecken, was keines ist, wieder eine Planabweichung. Von der Balustrade weist uns der Fotograf bestimmend in die richtige Position und macht Bilder. Gut, dass die Springer nach sprangen und einige Staffeln noch schwammen, sonst hätten nicht alle aufs Bild gepasst. Wir verzichten auf weitere Gespräche mit den alteingesessen Verbindungen, da wir sowieso nicht so recht ins Bild passen (zu jung, keine Platzierungen, kein namhafter Verein) und machen lieber etwas, was wirklich Spaß macht, wir fahren eine Runde mit dem Fahrrad…

… über den Circuit Gilles Villeneuve. Echt lustig und empfehlenswert. Räder kann man sich hier leihen und wer gehen, laufen oder skaten will, kann das auch (Auto geht auch, allerdings nur mit 30 km/h, außer an Rennwochenenden). Also heute doch noch etwas Bewegung gehabt. Ab nach Hause, Micha will morgen früh raus und im Aushilfspool Einschwimmen, das wär dann von 7-8 Uhr, damit bei Rücken nichts schief geht. Wir werden sehen.

08.08.2014

Michael geht wie angekündigt früh zum Einschwimmen und nach einem Nickerchen in der Wohnung fahren wir alle gemeinsam zum Wettkampf. Die Sonne steht hoch über dem Becken und zur Besserung Orientierung werden weiße Fähnchen des Sponsors als Wendenmarkierungen eingesetzt, also ideale Bedingungen fürs Rückenschwimmen. 😉

Melanie und ich nehmen Platz auf der Tribüne, heute erstaunlich leer, während Micha in der Callingarea verschwindet. Es dauert noch eine Weile und wir hoffen auf einige Wolken, aber die ziehen vorbei, die Sonne brennt herunter als Michael auf die Poolebene geschickt wird und sein Lauf wenig später angepfiffen wird. Das Rennen sieht am Start gut aus (der künftige Weltmeister der AK30 drei Bahnen über Michael ist jetzt bereits eine Körperlänge vor und wird in 0:59,57 Min deutlich gewinnen), doch irgendwie verläuft es nicht wie gewollt und Micha wirkt nicht so entspannt wie gewohnt. Beim Anschlag sehen wir, dass der Eindruck nicht getäuscht hat, das war langsam und Michael sieht nicht gut aus.

Michael unten auf Bahn 1, der Weltmeister bereits nicht mehr im Bild

Nach kurzer Regeneration und der Befürchtung,  dass könnte im Protokoll unter NT verzeichnet werden, ziehen wir noch einmal an den Mainpool für ein paar Fotos und um das Speedo-Zelt zu besuchen, denn irgendwo müssen ja diese ganzen rosa Speedo-Rucksäcke herkommen (85 CAD).

Nach der Tour über die Insel und einem späten Mittagessen/frühen Abendessen lassen wir den Tag ausklingen und erwarten den letzten Start für den TSV in Montreal am morgigen Samstagmorgen.

Hier die heutigen Ergebnisse:

100m Rücken, Micha –> NT (1:18,??   [26.])

09.08.2014

Heute geht es früh raus, Michaels letzter Start ist schon um 9:00 Uhr. Außerdem wollen Melanie und Michael noch im Wettkampfbecken schwimmen. Am Becken treffen wir ein Ehepaar vom SV Wiking Kiel, die gestern neben uns am Aushilfspool gesessen haben. Die beiden sind auf Honeymoon durch Kanada und halten für zwei Starts in Montreal. Jan schwimmt ein paar Läufe vor Michael, wie gestern auch.

Michaels Lauf wird gleich aufgerufen und Melanie und ich gehen auf die Tribüne um einen besseren Blick auf da Becken zu  haben. Heute will Micha zum Abschluss noch einmal einen legendären Auftritt hinlegen (in Glitzerhose) und wir filmen die Performance. Passend zum Auftritt wird im Parc Jean-Drapeau bereits der Soundcheck für heute durchgeführt, heute ist „Heavy Montreal“, zwei Tage Musik mit den Headlinern Metallica und Slayer (Karten ab 99 CAD und ausverkauft). Da läuft Michael auch schon auf und die Sonne lässt die Badehose funkeln. Es geht los und wieder ist der zukünftige in diesem Lauf – es ist nicht Michael. Und leider hat er auch heute kein Glück trotz strahlendem Equipment. Das Protokoll wird wieder NT aussagen, das werden wir Zuhause feststellen, aber jetzt müssen wir noch was erledigen.

Michael oben auf Bahn 1, wie alle deutlich hinter dem Weltmeister

Wir gehen noch einmal auf die Rennstrecke und machen Fotos. Micha will auf der Pole in Startposition nur in Glitzerbadehose fotografiert werden und er wird. Und scheinbar war er nicht der einzige mit dieser Idee, jedenfalls mit einem Foto auf Pole, den wir finden eine Akkreditierungskarte und Metroticket eines Dänen an der Boxenmauer und nehmen diese mit. Nach diversen anderen Aufnahmen auf der Strecke geht es wieder zurück. Bei der Gelegenheit sehen wir uns die Freiwasserwettkämpfe im Ruderbecken an, das entlang der langen Geraden der Rennstrecke angelegt ist. Auf den Rückweg sehen wir kurz vor der Brücke über den Sankt Lorenz Strom eine Gruppe Dänen. Mensch, da hat heute aber ein Däne echt viel Glück gehabt, denn einer der vier hat tatsächlich die Sachen verloren und sah echt glücklich aus, als wir ihm die Karte wiedergeben.

Beim Überqueren der Brücke muss Michael noch kurz ein Bad im (sehr kühlen) St. Lorenz Strom nehmen. Das Metal-Festival findet immer mehr Zulauf, vor der Metrostation auf der Insel ist bereits alles gut gefüllt. Wir aber verlassen das Gelände. Nach dem Mittag arbeitet Michael weiter fleißig an seinem Projekt und Melanie und ich erklimmen den namensgebenden Berg der Stadt.

Für uns TSVer endet die WM heute. Ein paar Tage sind wir drei noch gemeinsam in Montreal unterwegs, dann wird Michael abreisen während Melanie und ich noch etwas Urlaub machen. Es stehen noch ein paar Dinge zu Erkunden an (Poutine essen, dies und das ansehen, WM Fußballspiel besuchen, etc.)

Somit verabschieden wir uns von der WM und bedanken uns für die Unterstützung. Bis bald.

Hier noch die heutigen Ergebnisse:

50m Rücken, Micha –> NT (0:34,61  [22.])

(jni)